15. Juni 2020

Feedback geben: Das solltest du als Führungskraft beachten

Wie du konstruktiv Feedback gibst

Feedback und Kritik sind wichtig, um sich zu verbessern und wachsen zu können. Damit dein Feedback nicht auf taube Ohren stößt, gibt es allerdings einiges zu beachten.
Ich gebe dir in diesem Artikel Tipps, wie du konstruktiv Feedback geben kannst.

Ruhe bewahren

Die wichtigste Regel beim Geben von Feedback oder Kritik ist wohl, Ruhe zu bewahren. Auch wenn uns Mitarbeiter und andere Menschen generell schon einmal ziemlich auf die Palme bringen können: Durch aggressives Kommunikationsverhalten gewinnt niemand etwas. Vielmehr kommt es zu Konfliktsituationen. Wirst du zu laut oder zu emotional, wenn du einem Mitarbeiter Feedback geben möchtest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dieser eine Abwehrhaltung einnehmen wird. Das Gespräch wird unsachlich und erreicht wird damit sicherlich nichts – außer Stress und ein schlechtes Arbeitsklima.

Wenn du also merkst, dass Frust und Wut Überhand nehmen, dann atme erst einmal durch und brich notfalls das Gespräch ab. Führe es zu einem späteren Zeitpunkt weiter. Zu lange warten solltest du damit aber besser auch nicht. Sonst fühlt sich dein Mitarbeiter vielleicht nicht ernstgenommen.

Direkt und auf den Punkt

Eröffne das Feedback-Gespräch mit einem ehrlichen Kompliment. Suche dir dafür ein konkretes Beispiel aus und nenne es dem Mitarbeiter. Damit zeigst du ihm, dass du ihn aufrichtig wertschätzt und machst ihn gleichzeitig empfänglicher für Neues. Teile deinem Mitarbeiter dann dein Feedback oder deine Kritik mit. Freundlich, respektvoll, konstruktiv, aber auch deutlich. Schließlich soll ja auch zu deinem Gegenüber durchdringen, was du dir wünschst oder erhoffst.

Vermeide die sogenannte "Sandwich-Methode". Du hast bestimmt schon einmal davon gehört oder sie selber schon in Anwendung erlebt. Bei dieser Methode wird das Gespräch mit einem Kompliment eröffnet, darauf folgt die Kritik und zum Abschluss gibt es noch einmal ein Kompliment. Die Wahrscheinlichkeit ist dabei jedoch hoch, dass deine Mitarbeiter diesen "Trick" durchschauen und merken, was du damit erreichen möchtest. Zukünftiges Lob, selbst wenn es ernst gemeint ist, wird dann vielleicht nicht mehr ernstgenommen. Oder deine eigentliche Kritik dringt gar nicht zu ihnen durch, weil nicht das, was du eigentlich sagen möchtest, nicht richtig wahrgenommen wird.

Sei lieber ehrlich und direkt. 

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Richtiges Zuhören

Egal ob beim Verkaufsgespräch oder beim Feedback-Gespräch – aufmerksames und genaues Zuhören ist das A und O. Wenn du Kritik an der Arbeit eines Mitarbeiters äußerst, wird er sich sehr wahrscheinlich erklären oder rechtfertigen wollen. Diese Gelegenheit solltest du ihm dabei auch unbedingt geben. So kannst herausfinden, warum dein Mitarbeiter so gehandelt hat und erfährst Einzelheiten, die du bei Optimierungsvorhaben berücksichtigen kannst.

Unterbrich deinen Mitarbeiter aber möglichst nicht, sondern höre ihm aufmerksam zu. Halte dich vorerst auch mit Lösungsvorschlägen zurück. Gib deinem Mitarbeiter lieber die Möglichkeit, selber auf eine Lösung zu kommen oder beziehe ihn konkret in deine Überlegungen mit ein.

Übrigens: In manchen Situationen ist es angebrachter, nicht direkt zu kritisieren.

Es ist irgend etwas richtig schief gelaufen? Ein Mitarbeiter hat einen Fehler gemacht? In dieser Situation ist es vielleicht besser, mit dem Feedback-Gespräch etwas zu warten. Vorher sollte genug Zeit sein, um den Frust auf beiden Seiten etwas abklingen zu lassen. Sonst wird vermutlich kein konstruktives Gespräch zustande kommen. Was eher hilf, ist Ermutigung und Zuspruch. Jeder macht einmal Fehler; direkt den Finger in die Wunde zu legen, ist kontraproduktiv.

Ähnliches gilt für Erfolge. Bevor besprochen wird, was noch hätte anders oder besser laufen können, ist es wichtig, den Erfolg genießen zu können. Für das Feedback-Gespräch ist auch später noch Zeit!

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Nils 

Quelle: 
Impulse

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